Ich. Hasse. Schnee.

Schlach in Nacken?! Nä! Die Wetterfee gehört gehängt, getreckt, gevierteilt und geköpft. In der Reihenfolge.

Eigentlich mag ich Schnee. Er sieht schön aus und man bekommt dieses heimelige Winter-Weihnachtsgefühl.

Wenn man drinnen ist. Mit angeschalteter Heizung. Und nicht raus muss.

Wenn man allerdings in Greifswald wohnt und mit dem Fahrrad unterwegs ist, ist Schnee gänzlich unpassend. Geradezu überflüssig, ja sogar hassenswert! Ja gut, kalt ist es ja schon die ganze Zeit. Temperaturen um die 0 bis 2 tragen auch nicht gerade dazu bei, dass man sich früh voller Elan aus dem Bett schwingt und freudestrahlend den Tag begrüßt. Nein, man lässt sogar den Wecker zweimal klingeln. Einmal zum „Schnell aus dem Bett huschen, Fenster zumachen, wieder reinhuschen und warten bis warm ist im Zimmer“ und einmal zum eigentlichen Aufstehen.

Dann steht man also missmutig auf. Vielleicht guckt man raus, stellt fest, es regnet nicht und hofft, dass das so bleibt. Wenn es regnet, hofft man, dass es aufhört, bis man los muss. Dann fährt man in die Uni, da ist es einfach nur kalt. Schal vorm Mund macht bisschen Wärme und man kann vielleicht doch noch atmen. Wind macht die Sache nicht besser, irgendwann fährt man nämlich auf der Stelle und Wind kommt ja generell immer von vorn, egal in welche Richtung man fährt. Schal vorm Mund sorgt außerdem dafür, dass sich dort eine kleine Sauna entwickelt, die Nase läuft vielleicht noch usw. Fusseln im Mund sind übrigens auch nicht soo toll. Aber man will ja bisschen Luft bekommen, weil schneidend kalte Luft brennt in der Lunge und dann bekommt man keine Luft mehr usw. usf.

Gut, erste Unistunde hat man vielleicht überstanden, dann eben schnell der Ortswechsel. (Natürlich mit Gegenwind, obwohl man in die entgegengesetzte Richtung von vorher fährt.) Zweite Stunde, es ist Mittagszeit. Man bekommt Hunger. Dann will man nach Hause, kommt aus der Uni raus und sieht:

Schnee.

Toll. Erster Gedanke: Vielleicht ist’s ja nicht so schlimm und ich bin ja auch schnell zuhause. Irrtum. Es ist IMMER schlimm. Das Zeug fliegt einem in die Augen, man möchte heulen, weil es piekt. Man bekommt schlecht Luft, hat Sauna vorm Mund, laufende Nase, taube Finger, weil nur die normalen Handschuhe an und nicht die „Polarhandschuhe“ und und und…

Jetzt sitz ich hier im Warmen, guck raus, es schneit noch mehr als vorhin und ich bin sehr froh, heute nicht nochmal rauszumüssen. Hachja.

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