Nachtrag…

… der letzten Wochen.

Da ich als letztes die Tiermützen hier stehen habe, seitdem aber natürlich nicht untätig war, kommt hier ein Nachtrag, was sich so getan hat.

Zuerst einmal hörte der Zoo bei den Mützen nicht auf. Denn eine Schildkrötenfamilie gesellte sich auch noch dazu. Allerdings gehäkelt, nicht gestrickt. Übrigens meiner Meinung nach die anstrengendere Tätigkeit im Vergleich zum Stricken.

Bilder dazu gibt es aber erst nach Weihnachten, da sie dann erst ausgepackt worden sind.  Bis dahin gilt für die Schildis nur Nikolaus sieht alles.

Außerdem sind eine Menge anderer Sachen fertig geworden. Zum Beispiel ein Paar Skew-Socken. Ein total cooles Muster.

Man beginnt an der Spitze wie für normale Toe-up-Socken, aber danach wirds im wahrsten Sinne des Wortes schräg (engl. skew). Denn man nimmt an einer Seite immer fleißig 2 Maschen zu, während man an der anderen immer 2 abnimmt.

Dadurch strickt man die Socken nicht gerade hoch, sondern schräg. Besonders gut kommt das natürlich zur Geltung, wenn man Garn benutzt, das entweder selbst Streifen erzeugt oder eben unregelmäßig streift, wie handgefärbtes. Ich habe dafür „Stille Wasser sind tief“ auf Dornröschen-Wolle Sockenwolle genommen. Was übrigens eigentlich ins Blaue gehen sollte (und das bei den anderen beiden Strängen, die laut Ravelry gestached sind auch tut) aber bei mir irgendwie eher Richtung grün ging. Naja, die socken sehen trotzdem klasse aus. Durch dieses schräge Stricken muss man natürlich ein bisschen gucken, wenn man dann zu Ferse und Co. kommt.

Achja, ich habe sie zwar zusammen angefangen, aber  Richtung Ferse dann auf getrennten Nadeln gestrickt. Erstes sind es dann mal schlagartig echt viele Maschen und zweitens wird die Ferse mit Maschenstich zusammengenäht. Das war einfacher mit einer einzelnen Socke auf der Nadel.

Noch beim Stricken hatte ich gedacht, die würden für mich werden. Als sie fertig waren, war es dann doch wieder so „Ich könnte sie verschenken.“ Was ich dann auch gemacht habe. An meine liebe Schwester als etwas vorzeitiges Weihnachtsgeschenk. Sie passen super und sie war ganz begeistert und hat sie gleich anbehalten.

 

Nicht nur „Oh, die Mütze ist toll!“ ist ein beliebter Satz, um sie was stricken zu lassen, sondern auch: „Ich hab Schuhgröße 41.“. Was mir natürlich nichts bringt, solange ich nicht nachmesse, wie viel es denn nun ist.

Darum hab ich das getan und daraufhin gestrickt. Das hier: 

Ein Paar Socken mit dem klangvollen Namen „Double Heelix“. Zugegeben, meine sehen etwas anders aus. Aber der Punkt ist: Man beginnt an der Ferse und man hat an  eben jener am Ende eine Spirale. Danach strickt man erst den Fuß ähnlich wie bei einer Cuff-down-Socke. Danach den Beinteil wie bei Toe-up.

Gestrickt habe ich das Paar mit schwarzer Regia 4fädig und der Restwolle der Skewsocken s.o. Und ich hab immer noch Wolle übrig davon…

Was ich zum Muster sagen muss ist: am besten farbig ausdrucken und bei genügend Licht anfangen. Mir fehlte beides. Mein Drucker druckt nur schwarz weiß und genügend Licht war in unserer üblichen Location des Stricktreffs auch nicht. Darum wurde des Ganze zuhause dann nochmal ausgetrullert und neu gemacht.

Ich habe hier auch beide einzeln gestrickt. War irgendwie doch erstmal schwer genug überhaupt mit der Technik klar zu kommen.

 

Ganz nebenbei habe ich letzte Woche mal noch schnell eine neue Mütze gestrickt, von der es noch keine fertigen Fotos gibt. Nur ein work-in-progress-Foto:

 

Achja. Und Handschuhe. Mal eben so aus Restwolle.

War gar nicht so einfach und sie sind auch noch nicht ganz fertig. Beim linken fehlt noch der Daumen.

Das Muster hab ich mir zusammengebastelt. Eigentlich ist es ja nur ein bisschen Farbenspiel auf einem Standardhandschuhmodell. Aber doch irgendwie wieder nicht.

Die Grundanleitung für Handschuhe sollte ja immer fast gleich sein. Meint man. Ich musste allerdings feststellen, dass jeder das halt wie bei Socken ein bisschen anders macht. ich hatte schon einmal Handschuhe gestrickt, war da aber am Ende etwas unzufrieden, da sie eben nicht perfekt passten bzw. passen. Obwohl ich immer wieder anprobiert, gemessen, geguckt etc. habe, reichen nicht alle Fingerzwischenräume des Handschuhs auch bis zu denen zwischen meinen Fingern. Ganz besonders fällt das zwischen kleinem  und Ringfinger auf, bei dem zwischen Handschuh und Hand bestimmt gut 0.5-1cm Luft ist. Und das nervt!

Also habe ich diesmal ein bisschen anders gearbeitet. Erst einmal sind sie wesentlich enger und damit passgenauer. Messen will halt gelernt sein. -.-

Zunahmen für den Daumenzwickel sind bei fast allen Anleitungen gleich. Die Maschenanzahl unterscheidet sich vielleicht, aber ansonsten kaum Unterschiede. Der Knackpunkt kommt erst, wenn man dann soweit ist die Finger zu stricken. Die Anleitung ist klar. Bis zu dem Punkt stricken, an dem der kleine Finger losgeht. Und dann den kleinen Finger stricken.

So.

Haben wir.

Hier kam dann für mich das Neue.

Statt nach dem kleinen Finger mit den daneben ruhenden paar Maschen den nächsten Finger zu arbeiten, habe ich mal noch 4 Reihen über die Handmaschen, die ich ja nun ruhend hatte, gestrickt. Wenn man sich so die eigene Hand anschaut, erkennt man nämlich: Zwischen den tiefsten Punkt zwischen kleinem und Ringfinger und dem tiefsten Punkt zwischen Ring- und Mittelfinger liegen  vom Handgelenk aus nach oben gehend betrachtet noch mal gut 0.5cm. Also genau soviel, wie bei meinen vorherigen Handschuhen Luft lag! Bei gekauften und industriell hergestellten Handschuhen fällt das nicht auf, denn die sind wesentlich elastischer, werden in Unigrößen hergestellt und passen sie an. Socken sehen ja meistens auch viel kleiner aus, wenn sie nicht angezogen sind.

Da gestricktes nicht so krass zusammenfährt – es sei denn man vergisst die guten gestrickten Socken in der Waschmaschine und wäscht danach eine 40°-Wäsche – muss man hier genau arbeiten. Sonst ärgert man sich wie ich über Handschuhe, die eben nicht richtig passen.

Und siehe da. Nachdem ich alle anderen Finger dann fertig hatte: Sie passen. Und zwar echt wie angegossen!

Der Daumen war auch nochmal etwas komplizierter, da es zwar hunderte Tabellen gibt, wieviele Maschen man für die einzelnen Finger braucht. Aber kaum eine, die Auskunft über den Daumen gibt. Ich habe dann irgendwie improvisiert und eine Tabelle gefunden. Zusätzlich habe ich für den oberen blauen Teil des Daumens nochmal Maschen abgenommen, da mir mein Daumen oben nicht dicker scheint, als ein normaler Finger.

Wenn man sie jetzt nicht anhat, sehen sie etwas merkwürdig aus – verglichen mit denen aus Anleitungsbüchern oder gekauften – aber angezogen passen sie wie gesagt perfekt. 🙂 Und darum gehts ja auch!

Achja, das Bündchen habe ich umgeklappt. Fand ich schöner so. Beim ersten habe ich ich mühevoll die aktuelle mit der Anschlagsreihe zusammengestrickt. Beim zweiten hab ich mit vorläufigem Anschlag mir das ganze etwas erleichtert.

P.S.: Die grüne Eulenmütze kam super an! Mini war ganz begeistert, dass sie ja nun auch ihre eigene hat! ^-^

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