Zeit der Großprojekte

Eigentlich stricke ich ja gern Sachen, die schnell gehen. aber seit ich letzten Herbst einen Pullover für eine meiner Nichten gestrickt habe (den dann die andere trug, weil die Große zu schnell wächst!), haben es mir Großprojekte angetan. Also Pullover, Jacken etc.

Aber nicht einfach irgendwelche, sondern am besten solche, die man am Stück strickt, oder bei denen man nur wenig Nacharbeit hat. Nacharbeit ist für mich dieses lästige Vernähen, Zusammennähen ganz besonders.

Also hab ich mir schon vor bestimmt einem Jahr das Buch „Modern Top Down Knitting“ zugelegt, hatte bisher aber nicht die Traude wirklich was anzufangen. Bis dieses Jahr zumindest.

Ich habe lange gebraucht, weil ich zwischendrin ab und zu mal diese „Wie soll das denn gehen?“-Momente hatte und es einfach nur hab liegen lassen. Aus Frust, weil ich nicht weiterkam. Oder, weil ich nach 30x100cm Strickstück nochmal aufgetrullert habe. Es fehlten 4 Maschen. Oder es waren 4 zuviel. Wie man’s nimmt.

Aber seit fast einer Woche ist der Blueberry Cardigan – bei mir ein Petrolberry – nun fertig. Schon gewaschen. Schon angehabt. 🙂

Ich habe hierfür Garn genutzt, das eigentlich für etwas anderes gedacht war. Die genau Bezeichnung fehlt mir leider. Es handelt sich um Garn aus der Hamburger Wollfabrik, ein Gemisch aus Merino und Baumwolle – es dürften sogar 50/50 sein – in dunklem petrol (gibt es helles überhaupt?). Färbt übrigens auch aus wie blöd…

Erstmal, die Farbe ist toll, obwohl sie so dunkel ist. Aber das Muster kommt damit sehr schön zur Geltung.

Ich habe es genau nach Muster gestrickt, mit einem Zusatz: Ich habe Taschen eingestrickt. Leider etwas zu spät, damit sind sie zu weit unten, aber egal.

Zum Schluss hab ich noch mal aufs Häkeln geflucht. Man soll am Ende die Armbündchen häkeln. Für mich, die nur Luftmaschen und normale Reihen kann, war das gar nicht so einfach, denn da kommen Stäbchen zum Einsatz, die ich noch nie gehäkelt hatte. Aber hey, man wächst ja mit seinen Aufgaben. Und nachdem ich beim wiederholten Lesen auch endlich meinen Fehler in der Reihe DAVOR entdeckt hatte – sKip und sLip ist nicht das gleiche, nein – war es auch zugegeben gar nicht so schwer.

Fotos gibt es leider noch keine. Dazu muss der Freund erst her, ich krieg mich nicht im Ganzen drauf. Außerdem hat er die bessere Kamera. 🙂

Und noch während ich an Petrolberry strickte, hatte ich das nächste Projekt im Blick:

Regatte Tee von Olga Casey

Bei mir ein Apple Tee, weil meine Hauptfarbe Apfelgrün ist.

Warum grün? Nun, ich Bildstricke nebenbei auch noch an einem Trillian, für den ich eine so genial grüne Wolle benutze, dass ich passend vor meinem geistigen auge auch Regatte Tee in diesem Ton gesehen habe. Grün mit weiß/naturfarbenen Streifen.

Für Trillian habe ich übrigens diese Wolle hier. Super weich, super angenehm zu stricken, selbst bei der momentanen Wärme hier. Und die Farbe. Hach! Ein richtiges Maigrün, heißt hier moss (Moos).

Zurück zu Apple:

Jetzt habe ich auch meine zweite Farbe und es kann nach 14 bereits gestrickten Reihen weitergehen. Garn ist hier: Catania. An das angegebene Cascade Yarns Ultra Pima Fine kommt man in Deutschland leider nicht so einfach heran. Und mit Catania macht man sich auch nicht gleich arm.

Meine Schwesterchen strickt den übrigens auch gerade, hat es uns beiden angetan. 🙂

Achja: Wenn ich irgendwann mal auch dafür Zeit und Geld habe, ist Satsuma Stripes dran. Der Pulli, bei dem ebenfalls Schwesterchen und ich ganz hin und weg waren.

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