Neueste „Errungenschaften“

Man glaubt gar nicht, was man für so’n bisschen Handarbeit alles braucht. Okay ja, die Stricknadeln, vielleicht ein paar Wollnadeln, Schere, was zum schreiben, Wolle etc.

Aber wirklich verrückt wirds erst bei Dingen, wie „Maschenmarkierer“. Maschenmarkierer? Das sind diese kleine Häkchen, die man ins Strickstück hängen kann, wenn man eine bestimmte Stelle markieren will. Wahlweise tuts natürlich auch ein Faden. Der ist nur umständlich, wenn man z.B. einfach nur den Rundenbeginn markieren soll und den dann 40cm von unten immer mitschleppt, OHNE, dass er verloren geht, weil er einfach rausflutscht, man ihn vergessen hat etc…

Also es gibt also diese, ich nenn sie mal „Häkchen“. Aus Plastik sind die, die ich mir gekauft hatte. Und sehen eigentlich aus, wie verkümmerte Büroklammern. Mir einer Öffnung zum in das Strickstück hängen. Und sie sind doof. Zumindest die, die ich gekauft hatte… Die Idee ist ja schön, die gehen ganz einfach da rein. Aber auch ganz einfach wieder raus. Zwar ist an dieser Lücke da ein Huckel aufm Ende, damit die nicht einfach rausflutschen. Aber sie tun es trotzdem. Und was nützt mir ein Maschenmarkierern, der meine Masche nicht markiert, weil er ständig rausrutscht? Richtig: Nüscht.

Es gibt eine Alternative. Oder mehrere. Toll finde ich die Sorte, die aussehen wie runde Sicherheitsnadeln aus Plastik in grün, orange etc. Die kann man nämlich, genau wie besagte Sicherheitsnadeln, zumachen! Ergo: nix mehr mit Rausrutschen. 😉 Von diesen habe ich allerdings nur 4 geschnorrte. Aber mehr brauch ich jetzt auch eh nicht mehr, wenn überhaupt.

Denn:

Selbst ist die Strickerin! Ich hab mir selber welche gebastelt.

Gesehen hatte ich diese Art bei meiner lieben Schwester und beim beliebten webshop für alles, was man so braucht und nicht braucht. Prinzip ist einfach. Man hängt sie auf die Nadle und hebt sie einfach mit über. Nicht mit einstricken, sonst sind sie quasi weg.

Nur warum dafür viel Geld ausgeben? Die Dinger bestehen aus Angelsehne und bunten Perlen/Anhängern/etc. Eben alles, was man fädeln kann. Achja und aus Quetschperlen. Man kann es auch ohne letztere machen, aber es sieht halt nicht so schick aus, wenn man die Angelsehne umständlich da rumknotet und ist auch noch wie eben erwähnt umständlich.

Zusätzlich ist noch eine Zange zum Zudrücken der Quetschperlen ganz hilfreich. Und ein bisschen Fantasie, wie es aussehen soll natürlich. 🙂 Meine sehen jetzt also so aus:

Und was braucht man noch so, wovon man dachte, dass es eigentlich unnötig ist?

Sockenspanner.

Ich war auch verwirrt. Aber, ich hab die Dinger immer wieder auf Bildern bei der Ravelry gesehen.

Eigentlich sind das nur Füße. Aus Holz, Plastik etc. Also zweidinensionale Füße, von der Seite.

Wozu man das braucht? Zum Spannen. Klingt doof, ist aber so. Wenn man Socken strickt, die nicht von alleine ihre Form behalten z.B. also mit kompliziertem Muster oder aus sehr weicher Wolle, die einfach zusammenfällt. Um am ehesten braucht man sowas natürlich um sein Werke zu fotografieren. Immerhin muss man dann nicht umständlich versuchen die eigenen Füße mit den Socken schön zu drapieren und dann auch noch die Hände ruhig genug halten, damit das Bild scharf wird. Oder ein anderes Beispiel: Man strickt die Socken in einer Größe, die einem selbst nicht passt. Dafür sind diese Füße aus Pappe, Holz, Plastik etc. ganz hilfreich.

So, nun bin ich auf die Suche gegangen. Erst hab ich das ganze unter Sockenblocker gefunden. Zur Erklärung: Spannen und Blocken sind sich beim stricken sehr ähnlich. Es geht immer darum ein Strickstück in die richtige Form zu bekommen, die es beim Stricken nicht unbedingt von allein bekommt. Tücher mit Lacemuster werden z.B. auch gespannt, wenn sie nach dem Waschen ganz eingeknäult sind. Spannen heißt dann, dass man das Strickstück auf einer Unterlage ausbreitet und dann feststeckt, damit es in der Form trocknet, die es haben soll. Bügeln ist bei gestrickten Sachen nämlich so eine Sache… Noch dazu bügelt die Hexe nicht. So. Und schon gar keine Socken! Blocken zum Vergleich macht man bei Mützen, z.B. auf aufgepusteten Luftballons.

So, also, Sockenblocker. Gabs sonst gar nicht. Dann hat mein Freund Google mir tatsächlich was zu Sochenspanner ausgespuckt. Amazon. Und dazu Preise. Die micht schlucken ließen. 20 Euro für ein bisschen Plastik in Fußform mit Löchern… Das ist mir irgendwie zu teuer. Moch dazu ist das nur EIN PAAR! Okay, weitergesucht. Irgendwann kam ich auf einer Blogseite an. Die dortige Verfasserin hatte sich das ganze selbst gebastelt. Aus Pappe. (http://siebenhundertsachen.wordpress.com/2011/09/29/sockenspanner/) Danke an dieser Stelle für die Idee!

Allerdings hab ich es ein bisschen anders gemacht. Ich hab eine Socke genommen, frisch von der Nadel, auf Pappe gelegt und drumrumgemalt. Ein bisschen größer, damit die auch gespannt wird. Dann ausgeschnitten und abgeglichen mit meinen Füßen. Und halt schick gemacht. Formtechnisch. Dann mit Paketklebeband umklebt und fertig.

Ergebnis:

Dabei gleich noch mein aktuelles Projekt. 🙂

Und kein Geld ausgegeben! Selbst ist die Strickerin!

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